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  05.07.2018
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05.07.2018
Neuer Einsatz Nr. 54

02.07.2018
Neue Einsätze 50 - 53

 

 

Geschichte: Besondere Einsätze

Einsätze an die sich jeder erinnern kann...

 

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Hochwasser

Wenn das Wasser nicht zum Segen wird –wie etwa bei einem Brandeinsatz- sondern zum Fluch: auch dann ist die Feuerwehr oft die letzte Rettung. Die Freiwillige Feuerwehr Schladen kann ein Lied davon singen: Hochwassereinsätze sind für sie überhaupt nichts ungewöhnliches.

Allerdings hat sich im Lauf der Zeit einiges geändert. Früher galt weniger die Oker, als vielmehr die harmlose Wedde als der gefürchtetste Hochwasserverursacher im Dorf. Viele Schladener können sich noch erinnern, wie das Weddenhochwasser zu den Hintereingängen der Häuser an der Fischerstraße herein und vorne zu den Haustüren an der Harzstraße wieder herausfloß. Von dort aus bahnte es sich dann seinen Weg über den Marktplatz in die Oker. Durch die verschiedenen Stichkanäle vor dem Ort und im Ort ist es inzwischen gelungen, die Wedde zu bändigen – die Oker hingegen spielt schon noch ab und zu verrückt. Dabei werden die Hochwasserschutzmaßnahmen an der Oker durchaus mit kritischen Augen gesehen.

 

 

Geschichte der Feuerwehr Schladen - Hochwasser in den 40er Jahren

Die Feuerwehr beim Auspumpen des Wedde-Hochwassers auf dem Damm in den 40er Jahren. Auf dem Bild noch die Handdruckspritze von 1884

 

Längst sind nämlich die Harztalsperren in erster Linie Trinkwasserlieferanten und weniger Hochwasserschutzwerke.

Heftige Kritik wurde etwa bei den großen Hochwässern Anfang der 80er Jahre geübt: Nicht nur die Schladener warfen damals den Harzwasserwerken vor, die Talsperren trotz drohender Schneeschmelze bis an den Rand gefüllt zu haben.

Gleich, wo die Schuld nun liegt: für die Feuerwehren bedeutet Hochwasser Schwereinsatz. Tage- und nächtelang kämpfte etwa die Feuerwehr Schladen gegen die schmutzig-braunen Fluten als beim Hochwasser 1981 die Okertalsperre übergelaufen war. Während dies für viele Schaulistige ein Ereignis ist, ist es für die Feuerwehr, insbesondere aber für die betroffenen Hausbesitzer keine lustige Sache. Wer einmal die braune Brühe in seinem Keller gehabt hat, möchte möglichst nie wieder etwas damit zu tun haben. Betroffen sind beim Oker-Hochwasser in Schladen insbesondere die tiefgelegenen Gebiete an der Grün- und Gartenstraße und der Schützenplatz.

 

Geschichte der Feuerwehr Schladen - Hochwassereinsatz

Hochwasser an der Oker, nur für die Kinder ein Spaß

 

Aber auch schon manch "sicherer" Keller an der weit entfernten Jahnstraße hat Bekanntschschaft mit der sonst so friedlichen Oker gemacht, wenn das Hochwasser durch die Regenwasserkanäle gedrückt wird.

Aber auf eins können sich die Betroffenen, gleich wo sie wohnen, immer verlassen: Die Freiwillige Feuerwehr Schladen ist zur Stelle, wenn sie gebraucht wird.

Infos zur Quelle/n

 

 

Immer wieder kam es in Schladen über die Jahre an der Oker zu Hochwassereinsätzen, ein sehr prägendes Hochwasser fand 2007 statt, hierzu können sie den Einsatzbericht lesen und über die folgenden Bilder ein paar Eindrücke zu der Situation gewinnen:

 

Rekordhochwasser in Schladen durch heftige Regenfälle im Harz
Größerer Schaden konnte abgewendet werden – Pegel stieg auf 3,13 m

Durch heftige und langandauernde Regenfälle im Harz stieg seit Freitag, dem 28. September 2007 der Pegel der Oker kontinuierlich. Als sich die Situation am Samstagvormittag zuspitzte, entschieden Samtgemeindebürgermeister Andreas Memmert, Gemeindebrandmeister Wolfgang Hattwig und der stellvertretende Ortsbrandmeister Detlef Krone als Einsatzleiter, umgehend mit Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich der besonders gefährdeten Grundstücke an der Oker in Schladen einzuleiten.

Die Kameradinnen und Kameraden, die in Schladen am Grundausbildungslehrgang teilnahmen wurden nach Hornburg zum Bauhof beordert, um dort Sandsäcke zu füllen. In 12 Stunden wurden dort 90 Tonnen Sand in ca. 4.000 Sandsäcke gefüllt. Weiterhin wurden die Feuerwehren aus Hornburg, Beuchte, Wehre und Werlaburgdorf im Schichtsystem dort eingesetzt. Tatkräftige Unterstützung bekamen die Einsatzkräfte unter anderem durch die Mitglieder der Kolpingfamilie sowie weiteren Freiwilligen aus Schladen und Hornburg. Die Freiwillige Feuerwehr Schladen rollte unterstützt von der Ortsfeuerwehr Beuchte sowie freiwilligen Bürgern im Bereich der Okerstraße Folie aus, die zusammen mit dem vom Bauhof gelieferten Sand Grundlage für die weiteren Sicherungsmaßnahmen mit den Sandsäcken bildete.

Kurz nach Abschluss dieser ersten Sicherungsmaßnahmen begann die Oker, über die Ufer zu treten. Dadurch staute sich das Regenwasser in die Marktstraße zurück. Die Feuerwehr begann, die dort bedrohten Häuser zu sichern und das Wasser in die Oker zu pumpen. Hier wurden sie durch die Ortsfeuerwehren aus Wehre und Beuchte unterstützt, so dass schließlich 5.000 Liter Wasser pro Minute zurück in die Oker gepumpt werden musste. Als der Okerpegel am Samstag gegen 20:00 Uhr schließlich mit 3,13 m einen Wert erreichte, der um fünf Zentimeter über dem des letzten Höchststandes bei dem Hochwasser im Jahr 2002 lag, zeigte sich die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen. Die Grundstücke im Bereich der Okerstraße blieben verschont und die in der Marktstraße waren nur leicht betroffen. Die Pumpen und die Stromerzeuger liefen auf Hochtouren und zusätzlich wurden weitere 30 Einsatzstellen in der Gemeinde Schladen abgearbeitet.

Die Verpflegungsstelle wurde in das Eiscafe Adria verlegt, dorthin brachte das DRK eine wärmende Suppe und heiße Getränke. Gegen Mitternacht sank der Okerpegel auf 2,92 m und die Situation entspannte sich soweit, dass die Einsatzkräfte gegen zwei Uhr abgezogen werden konnten.

Am Sonntag rückte die Freiwillige Feuerwehr Schladen nochmals aus und kontrollierte die Deichlinie und weitere Einsatzstellen im Ort.

 

Geschichte der Feuerwehr Schladen - Hochwassereinsatz 2007  Geschichte der Feuerwehr Schladen - Hochwassereinsatz 2007

Geschichte der Feuerwehr Schladen - Hochwassereinsatz 2007  Geschichte der Feuerwehr Schladen - Hochwassereinsatz 2007

Seit 2009 gibt es im Betroffenen Gebiet nun eine Hochwasserschutzmauer, die der Feuerwehr und den Mensch dort das Leben leichter machen soll. Durch die Mauer wird sich das Befüllen der Sandsäcke, welches ein erheblicher Aufwand für die Feuerwehr war, dramatisch reduzieren, dennoch wird es auch in Zukunft bei Hochwasserlagen weiter zu Einsätzen kommen, da davon auszugehen ist das durch das steigende Grundwasser in einer Hochwasserlage auch weiterhin Keller unter Wasser gesetzt werden. Zudem muss hinter der Mauer dafür gesorgt werden, dass das Regenwasser dann über die Mauer in die Oker geführt wird.

 

 

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